März 2026
Korrektur oder Rotation?
Sehr geehrte Anlegerinnen,
sehr geehrte Anleger,
Der von Trump durch den Angriff auf den Iran angezettelte Krieg in Nahost ist nur vordergründig ursächlich für die aktuell laufende Börsenkorrektur. Schon vorher kam es zu Verwerfungen. Zum Beispiel der Kurssturz in verschiedenen Branchen (Software, Zahlungsdienstleister, Beratungsunternehmen) wegen Gefährdung ihrer Geschäftsmodelle durch Künstliche Intelligenz. Oder bei Finanzdienstleistern wegen Problemen im Private-Credit-Bereich. Die Zeichen an der Wand deuteten also schon länger auf die Möglichkeit einer stärkeren Konsolidierungsbewegung hin und darauf wurde an dieser Stelle rechtzeitig hingewiesen.
Wie geht es weiter? Im schlimmsten Fall kommt es zu einem breiten Abverkauf an den Aktienmärkten um 10 bis 20%, der die überhöhten Bewertungen wieder auf ein Normalmaß zurückbringt (mean reversion). Im besten Fall erleben wir eine Branchenrotation – raus aus US-Technologieaktien und rein in zurückgebliebene Bereiche (Energie- und Rohstoffwerte, Emerging Markets) und in den Indices wird dies durch eine Seitwärtsbewegung abgefangen.
Für die Rotationstheorie spricht, dass es keine echten Alternativen zu einem gut diversifizierten Aktienportfolio gibt. Insbesondere die traditionell in Frage kommenden Anleihemärkte bereiten echte Sorgen. Grund sind die staatlichen Schuldenexzesse, die inzwischen ein gigantisches Ausmaß angenommen haben. So werden allein in den USA in den nächsten 12 Monaten über 9.600 Mrd. $ an handelbaren Regierungspapieren zur Rückzahlung fällig. Das ist ungefähr ein Drittel aller ausstehenden Schuldpapiere, die refinanziert werden müssen. Viele von ihnen wurden emittiert, als die Zinssätze nahe Null standen. Sollte Trump nun auch noch die erpressten Zolleinnahmen zurückzahlen müssen, könnte dies das Fass zum Überlaufen bringen.
Langfristig bleiben unsere Kernthesen also intakt: Chinas Exportwalze ist nicht zu stoppen, der Kampf um Rohstoffe ist voll entbrannt und die weltweiten Schuldenexzesse führen zu einer Flucht in Sachwerte.
Da Anleihen keinen werthaltigen Ersatz mehr bieten, könnte es an den Aktienmärkten auch zu deutlich höheren Bewertungen kommen als historisch üblich (Melt-up-Boom). Die bereits deutlich auf ca. 60% vom Fondsvermögen reduzierte Aktienquote bei unserem Vermögensfonds ist vor diesem Hintergrund trotz der zahlreichen Risiken gerechtfertigt. Mit temporär stärkeren Schwankungen muss aber gerechnet werden. Die langfristigen Aussichten bleiben intakt.
Nähere Informationen entnehmen Sie gerne den beigefügten Factsheets.
Stabwechsel beim TT Contrarian Global
Wie bereits angekündigt übernehmen meine Kollegen Jan David Meyer und Norbert Keimling ab dem 1. April das Fondsmanagement unseres Aktienfonds „TT Contrarian Global“. Ich wünsche ihnen viel Glück bei dieser anspruchsvollen Aufgabe. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich ganz herzlich bei allen Anlegern bedanken, die mir in den letzten Jahren ihr Vertrauen geschenkt haben.
Nähere Informationen entnehmen Sie gerne den beigefügten Factsheets!
Mit freundlichen Grüßen
Peter E. Huber
Fondsmanager
Euro am Sonntag: Gegen den Trend
Nvidia und Apple? Fehlanzeige. Die Investmentboutique Taunus Trust verfolgt eine konsequent antizyklische Investmentstrategie. Im Portfolio des im Dezember 2024 aufgelegten TT Contrarian Flexible sucht man die beiden Aktien daher vergeblich. Als besonders attraktiv stufen die Fondsmanager vielmehr Aktien aus dem Reich der Mitte ein…
Zum Artikel (Euro am Sonntag)
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Weitere Informationen zum Huber Portfolio SICAV
Börsenbrief Hubers Portfolio
Im Börsenbrief „Hubers Portfolio“ gibt Peter E. Huber Einblicke in seine antizyklische Anlagephilosophie und seine aktuelle Markteinschätzung.
Taunus Trust Fondsletter
Aktuelle Fondsinformationen inkl. den Fonds-Factsheets erhalten Anleger im monatlich erscheinenden Fondsletter der Taunus Trust AG.
Börsengewinne mit
Strategie und Taktik
Seinen Investmentansatz hat Peter E. Huber in verständlicher Form in seinem Buch „Börsengewinne mit Strategie und Taktik“ (Börsenbuchverlag ISBN 978-3-86470-934-0) zusammengefasst. Das Buch richtet sich an interessierte Anleger, die nicht nur wissen möchten, was im Fonds getan wird, sondern warum antizyklisches Investieren langfristig funktioniert.