April 2026
Rückkehr der Inflation?
Sehr geehrte Anlegerinnen,
sehr geehrte Anleger,
Der Iran-Konflikt hat einigen Schaden angerichtet. Ölförderanlagen und Verladestationen im Nahen Osten wurden angegriffen und teilweise schwer beschädigt. Die Straße von Hormus ist für die meisten Tanker weiter gesperrt. Gleichzeitig greift die Ukraine verstärkt Öl- und Gas-Förderstätten in Russland an. Da sowohl Venezuela als auch der Iran wichtige Öllieferanten für China sind, könnte es auch im Reich der Mitte mit der deflationären Entwicklung vorbei sein. Insgesamt dürften die Öl- und Gaspreise weiter hoch bleiben und auch im Westen die Sprit- und Nahrungsmittelpreise deutlich negativ beeinflussen.
Die Rückkehr der Inflation bringt die Notenbanken in ein Dilemma. Aufgrund der exorbitanten Staatsverschuldung können sie die Zinsen eigentlich nicht mehr erhöhen, ohne eine globale Finanzkrise auszulösen. Das wird besonders am Beispiel Japan deutlich, wo die Bank of Japan (BoJ) trotz einem Anstieg der Verbraucherpreise (ohne Nahrungsmittel und Energie) auf 2,6% die Zinsen bei 0,75% belässt. Die Finanzrepression ist also in vollem Gange und wohl auch die einzige Möglichkeit, die Staatsverschuldung ohne Bankrotterklärung zu verringern – jedenfalls relativ im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind die Sparer und die Besitzer von Anleihen und anderen Nominalwertanlagen.
Langfristig bleiben unsere Kernthesen also intakt: Chinas Exportwalze ist nicht zu stoppen, der Kampf um Rohstoffe ist voll entbrannt und die weltweiten Schuldenexzesse führen zu einer Flucht in Sachwerte.
Den Kurseinbruch bei Gold und Silber haben wir im April für erste kleinere Zukäufe genutzt. Die strukturellen Aufwärtstrends bei den Edelmetallen sind intakt, auch wenn die Spekulation zwischendurch etwas heiß gelaufen war. Denn die Stellung des US-Dollars als Weltreservewährung wird zunehmend in Frage gestellt. Durch die hohe Auslandsverschuldung der USA und die massiven Handelsbilanzdefizite schwimmt die ganze Welt in Dollars, die sie eigentlich gar nicht mehr haben will. Und es gibt nur wenige Alternativen.
Ausschüttungen beim Huber Portfolio SICAV
Wie jedes Jahr schütten wir auch 2026 in zwei Tranchen 3% vom Fondsvermögen per 31.12.2025 aus. Die erste Ausschüttung von 1,5% erfolgt am 13.04.2026. Dies sind 58,09 Euro bei der I-Tranche und 2,14 Euro bei der P-Tranche. Um den entsprechenden Betrag verringert sich am Stichtag der jeweilige Anteilswert.
Nähere Informationen entnehmen Sie gerne den beigefügten Factsheets!
Mit freundlichen Grüßen
Peter E. Huber
Fondsmanager
Euro am Sonntag: Gegen den Trend
Nvidia und Apple? Fehlanzeige. Die Investmentboutique Taunus Trust verfolgt eine konsequent antizyklische Investmentstrategie. Im Portfolio des im Dezember 2024 aufgelegten TT Contrarian Flexible sucht man die beiden Aktien daher vergeblich. Als besonders attraktiv stufen die Fondsmanager vielmehr Aktien aus dem Reich der Mitte ein…
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Börsenbrief Hubers Portfolio
Im Börsenbrief „Hubers Portfolio“ gibt Peter E. Huber Einblicke in seine antizyklische Anlagephilosophie und seine aktuelle Markteinschätzung.
Taunus Trust Fondsletter
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Börsengewinne mit
Strategie und Taktik
Seinen Investmentansatz hat Peter E. Huber in verständlicher Form in seinem Buch „Börsengewinne mit Strategie und Taktik“ (Börsenbuchverlag ISBN 978-3-86470-934-0) zusammengefasst. Das Buch richtet sich an interessierte Anleger, die nicht nur wissen möchten, was im Fonds getan wird, sondern warum antizyklisches Investieren langfristig funktioniert.